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Geheimnisse aus einem Kubikmeter Erde

26. Januar 2012
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Fotograf Christian Diehl vor einer Auswahl seiner Bilder.

Was gibt es eigentlich in genau 1m³ Erde aus einer Halde, Acker, Wald oder Watt interessantes zu finden und zu sehen? Die Ausstellung „1m³“, mit Arbeiten des Dortmunder Fotografen Christian Diehl, vom 28. Januar bis zum 1. April 2012 im Studio des Museum für Kunst und Kulturgeschichte, gibt dem Besucher ganz besondere Einblicke in das geheimnisvolle Unbekannte aus dem Inneren der Erde. Zu sehen sind alle bisher fertig gestellten „Kubikmeter“-Projekte des Künstlers.
Die Arbeiten, fotografiert mit mindestens einer Spiegelreflexkamera, entstanden in einem Zeitraum von Anfang 2006 bis Ende 2011.

Bei der Präsentation der Ausstellung heute im MKK erklärte Diehl: „Mich interessieren immer Orte, wo man nicht genau weiß, was man darin findet. Meine dokumentarische Fotoreihe begann 2006 mit einer „1m³“ Bodenprobe von der Halde Hohenward. Dabei ist die oberste Schicht bis
20 cm am spannendsten. Mein Ziel als Fotograf ist es, das Wesen der fotografierten Funde, egal ob Pflanzen, Tiere oder das Gestein offen zu legen.“

Die Proben für die anderen „Kubikmeter“-Projekte wurden von einem Acker in Schöppingen, einem hiesigen Wald sowie aus dem Sylter Watt entnommen. Der Künstler richtet sich nach den Prinzipien der sachlichen Fotografie und sieht seine Arbeit als eine wissenschaftliche Dokumentation.

Zum Arbeitsaufwand verriet Diehl: „Meine Arbeit war sehr zeitaufwändig. Nach der Vorbereitung für den gewählten Stichprobenort und der Entnahme der Probe beginnt die lange Arbeit im Studio. Die speziellen Tiere oder Pflanzenfunde müssen vorbereitet und fixiert werden. Um nur ein möglichst ideales Foto zu erhalten, dauert es schon einen ganzen Tag. Jedes einzelne Projekt dauerte 3 Monate.“

Alle Fotografien haben einen hohen ästhetischen Reiz. Die Objekte werden in gleicher Größe vor dunklem Hintergrund zentral ins Bild gesetzt. So erhalten sie eine gleiche Wertigkeit.

Die Ausstellung ist in vier Bereiche aufgeteilt. An jeder Wand ist einem der Projekt gewidmet. Die etwa 20 Fotos pro Projekt sind in Zweierrhein aufgestellt. Nur das Foto des „Fundortes“ ist beschriftet, alle anderen Fotos nicht. Das ist bewusst so gemacht worden, um die Phantasie des Betrachters zu stimulieren, so der Fotograf.

Die Ausstellung „1m³“ wird am Freitag, 27. Januar, um 19 Uhr in der Rotunde des MKK eröffnet. Nach einer Begrüßung durch die stellvertretende Museumsdirektorin Dr. Gisela Framke spricht der Künstler über sein Werk.
Öffnungszeiten des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Dortmund: dienstags, mittwochs, freitags und sonntags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 20 Uhr, samstags von 12 bis 17 Uhr.
Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

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